„Entscheidend ist, die Perspektive des Bauherrn einzunehmen.“
Interview mit Stefan Voglreiter, Geschäftsführer Multisped Internationale Spedition GmbH
Für die international tätige Spedition Multisped hat FREYLER Industriebau Bodensee bereits zum zweiten Mal gebaut: In Engen-Welschingen im Landkreis Konstanz entstand ein neuer Logistikstandort mit knapp 6.000 m². Das Gebäude wurde exakt auf die funktionellen Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten, optisch markant wirkt die Farbgebung in Grau und Firmen-Rot.
Wir sprachen mit Stefan Voglreiter, Multisped Geschäftsführer, über den neuen Standort, die Zusammenarbeit mit FREYLER und die Bedeutung nachhaltiger Baukonzepte.
Redaktion: Herr Voglreiter, Multisped ist seit über 30 Jahren erfolgreich als mittelständiges Speditions- und Logistikunternehmen tätig und beschäftigt rund 120 Mitarbeiter an vier Standorten. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren Ihres Unternehmens?
Stefan Voglreiter: In erster Linie ist es die Kombination aus zwei Geschäftsfeldern: die klassische Spedition und die moderne Logistik beziehungsweise das Online-Fulfillment. Wir transportieren nicht nur Waren von A nach B, sondern übernehmen drüber hinaus zahlreiche Service-Leistungen rund um das Produkt, etwa die Abwicklung von Online-Bestellungen, Etikettierung, Folierung, Qualitätskontrolle und alles was mit dem Versand einhergeht. Gerade im Handel ist bereits vor dem eigentlichen Versand viel Vorarbeit erforderlich. Diese vielfältigen manuellen Leistungen rund um das Produkt sind heute stärker gefragt denn je. Die Verbindung von Fulfillment-Dienstleistungen und Transportkompetenz ist unsere Stärke.
Redaktion: Bereits 2020 haben Sie gemeinsam mit FREYLER Ihren Firmensitz in Singen realisiert. Nun ist ein weiterer Standort nahe Konstanz hinzugekommen. Auch hier haben Sie sich für FREYLER als Baupartner entschieden, warum?
Stefan Voglreiter: Mit FREYLER haben wir zwei Logistikzentren für unser Online-Fulfillment gebaut – zunächst in Singen und nun in Engen-Welschingen. Beim zweiten Projekt war FREYLER von Beginn an gesetzt, denn bereits beim ersten Bauvorhaben hatten wir das Gefühl, dass unsere Anforderungen verstanden werden und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfindet. Die Erfahrungen waren durchweg positiv. Deshalb stellte sich für uns gar nicht die Frage, den Partner zu wechseln. Das gute Teamwork und das gegenseitige Vertrauen haben uns überzeugt, auch das zweite Projekt gemeinsam umzusetzen.
Redaktion: Der Firmensitz in Singen galt seinerzeit als überaus nachhaltiges Logistikprojekt. Welche Bedeutung haben Nachhaltigkeit und Energieeffizienz für Ihr Unternehmen und spielten sie auch beim jüngsten Neubau eine Rolle?
Stefan Voglreiter: Ja, und zwar eine bedeutende Rolle. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind längst strategisch wichtige Themen, denn sie sichern die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens. Angesichts steigender Energiekosten ist es für Unternehmen heute wichtiger denn je, energieeffizient zu arbeiten. Ein wesentlicher Hebel dafür ist ein moderner Neubau mit entsprechender Gebäudeausstattung. Gemeinsam mit FREYLER und einem Energieberater haben wir das Ziel verfolgt, den neuen Standort so ressourcenschonen und verbrauchsarm wie möglich zu gestalten. In Engen-Welschingen setzen wir auf Luft-Wasser-Wärmepumpen in Kombination mit einer Industrieflächenheizung, eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf dem Hallendach sowie eine hochwertige, gut gedämmte Isopaneel-Fassade.
Dank nachhaltiger Bauweise und entsprechender Materialien konnten wir ein KfW-Effizienzhaus 40 NH realisieren. Das bedeutet, dass das Gebäude nur 40 % der Energie eines gesetzlichen Standard-Neubaus benötigt und zusätzlich für seine Nachhaltigkeit zertifiziert ist. Unser Standort in Singen wurde seinerzeit als KfW-55-Gebäude umgesetzt – mit dem neuen Projekt haben wir diesen sehr guten Standard sogar noch verbessert.
Redaktion: Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den FREYLER Architekten erlebt? Inwiefern konnten Ihre Ideen und Vorstellungen in die Planung einfließen?
Stefan Voglreiter: Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert. Durch regelmäßig Jour-fixe Termine und den kontinuierlichen Austausch konnten wir unsere Wünsche und Anforderungen jederzeit einbringen und waren immer auf dem aktuellen Stand der Dinge. Wie beim ersten Projekt verlief die Planung partnerschaftlich und reibungslos. Die neue Halle orientiert sich in vielen Bereichen am bewährten Konzept des Standorts in Singen, gleichzeitig haben wir verschiedene Anpassungen vorgenommen, um Abläufe und Prozesse weiter zu optimieren. Beide Seiten waren offen für Diskussionen und neue Ideen, sodass wir immer sehr schnell zu tragfähigen Lösungen gekommen sind.
Redaktion: Und wie war Ihre Erfahrung während der Bauphase? Was schätzen Sie besonders an der Arbeitsweise und Betreuung durch das FREYLER-Team?
Stefan Voglreiter: Das FREYLER Team war jederzeit erreichbar und hat auf Anliegen sehr schnell reagiert. Besonders positiv war für uns, dass stets nach konstruktiven und pragmatischen Lösungen gesucht wurde. Wir hatten nie das Gefühl, dass nur die FREYLER Perspektive zählt. Vielmehr wurde versucht, unser Unternehmen, die Komplexität und die damit verbundenen Anforderungen wirklich zu verstehen – sich also sinnbildlich auf unseren Stuhl zu setzen. Die Gespräche waren ergebnisorientiert, und beide Seiten waren bei kontroversen Ansichten bereit, aufeinander zuzugehen. Während der Bauphase gab es beispielsweise Herausforderungen bei der Entwässerungsplanung. Das Thema war komplex und erforderte intensive Abstimmungen. Letztlich konnten wir jedoch gemeinsam eine gute Lösung finden. Genau das zeichnet für mich eine vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit aus.
Redaktion: Was macht für Sie eine gute Partnerschaft zwischen Bauherr und Bauunternehmen noch aus? Und welchen Rat würden Sie anderen Unternehmern geben, die vor einem ähnlichen Projekt stehen?
Stefan Voglreiter: Wichtig ist ein Partner, der den gesamten Prozess begleitet – von der Konzeption über die Planung bis hin zur schlüsselfertigen Realisierung. Ebenso entscheidend ist die Bereitschaft, die Perspektive des Bauherrn einzunehmen und wirtschaftlich sinnvolle Alternativen aufzuzeigen. Bei jedem Bauprojekt treten auch Herausforderungen auf. Deshalb braucht es eine solide Vertrauensbasis und die Gewissheit, dass bei Problemen gemeinsam nach Lösungen gesucht wird, die für alle Beteiligten tragfähig und optimal sind. Kommunikation auf Augenhöhe und das Gefühl verstanden zu werden, sind zentrale Erfolgsfaktoren. Für uns hat das in der Zusammenarbeit mit FREYLER sehr gut funktioniert.
Redaktion: Herr Voglreiter, vielen Dank für das Gespräch und wir wünschen Ihnen und Ihrem Team weiterhin viel Erfolg am neuen Standort in Engen-Welschingen!