Neuer Firmensitz für Intec Trading
Interview mit Sören Lamprecht, Geschäftsführer der Intec Trading GmbH
Die Intec Trading hat sich innerhalb weniger Jahre vom Garagen-Start-up zu einem der führenden Händler für Gebrauchtheizungen, Regelungstechnik, Ersatzteile und Zubehör in Deutschland entwickelt. Gegründet 2013 von Sören Lamprecht und Michael Burkhardt in Radebeul, wuchs das junge Unternehmen rasch, so dass bald größere Räume angemietet werden mussten. 2023 fiel die Entscheidung für einen eigenen Neubau in Coswig. Für Planung und Bau vertrauten die Geschäftsführer auf die Expertise von FREYLER Industriebau Riesa. Gemeinsam entstand ein maßgeschneiderter Firmensitz mit Lager- und Produktionsflächen sowie Büro-, Sozial- und Besprechungsräumen.
Wir haben mit Sören Lamprecht über die Anfänge, die Entwicklung des Unternehmens und die Umsetzung des Neubaus gesprochen.
Redaktion: Bei Smartphones, Tablets und Laptops setzen viele bereits auf gebrauchte Produkte – Stichwort „refurbished“. Was hat Sie dazu inspiriert, dieses Prinzip auf Heizungen und gebäudetechnische Komponenten zu übertragen?
Sören Lamprecht: Ich komme aus der Heizungsbranche und habe im elterlichen Installationsgeschäft häufig erlebt, dass Heizungsanlagen, die noch voll funktionstüchtig und teils nur wenige Jahre in Betrieb waren, ersetzt und entsorgt wurden – etwa bei der Umstellung auf Fernwärme. Daraus entstand unsere Geschäftsidee. Einen soliden Gebrauchtwagen verschrottet man schließlich auch nicht nach fünf Jahren. Ich wusste, wie man solche Anlagen fachgerecht wartet und aufbereitet, sodass sie noch lange zuverlässig funktionieren. Dafür braucht es eine geeignete Werkstatt, Lagerflächen und entsprechendes Know-how. Zusätzlich trägt unser Geschäftsmodell zur Ressourcenschonung bei – wer bei uns kauft, spart nicht nur Kosten, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes.
Redaktion: Wie garantieren Sie Qualität und Betriebssicherheit?
Sören Lamprecht: Qualität und Betriebssicherheit haben für uns höchste Priorität. Wir prüfen in unseren Werkstätten jede einzelne Anlage auf Herz und Nieren. Wir zerlegen und reinigen sie, wir prüfen die Funktion der einzelnen elektrischen Komponenten, führen Druck- und Dichtheitsprüfungen durch. Dafür nutzen wir eigens entwickelte Verfahren, etwa zum Sandstrahlen, sowie selbst gebaute Prüfstände. Unsere Mitarbeitenden werden regelmäßig geschult und sind technisch auf dem neuesten Stand. Zudem verwenden wir ausschließlich vom Hersteller zugelassene Originalersatzteile. Nicht zuletzt geben wir auf alle unsere Artikel mindestens ein Jahr Gewährleistung – das gibt sowohl unseren Kunden als auch den Installateuren Sicherheit.
Redaktion: Gestartet sind Sie in einer Garage – wie lange hat dieses Modell funktioniert?
Sören Lamprecht: Michael Burkhardt und ich haben das Unternehmen direkt nach dem Studium gegründet. Schon während des Studiums hatten wir erste aufbereitete Heizungen via Ebay verkauft und eine klare Nachfrage erkannt. Anfangs nutzen wir die Garage meiner Eltern, den Abstellraum meines Geschäftspartners, seinen Balkon und sogar das Wohnzimmer – eine intensive, aber auch prägende Zeit. Schnell wurde jedoch klar, dass wir mehr Platz und Kapazitäten benötigen. Ende 2013 mieteten wir unser erstes Lager, 2014 folgte eine Werkstatt und die ersten Mitarbeitenden. Zwischenzeitlich hatten wir drei Standorte in Radebeul für Lager, Werkstatt und Büro – organisatorisch alles andere als ideal. 2015 erreichten wir mit einer 430 m2 großen Halle in Coswig einen wichtigen Meilenstein, die wir schrittweise auf 1.500 m2 vergrößert haben. Doch auch dort stießen wir an Grenzen. 2020 kauften wir schließlich das Grundstück für unseren heutigen Firmensitz.
Redaktion: Warum haben Sie sich für einen eigenen Neubau entschieden, statt weiterhin anzumieten?
Sören Lamprecht: Ausschlaggebend war vor allem der Platzbedarf: Wir kaufen nicht bedarfsorientiert beim Großhandel ein, sondern übernehmen komplette Anlagen von Heizungsfirmen oder Wohnungsgenossenschaften. Gleichzeitig möchten wir ein breites Sortiment gängiger Modelle verschiedener Hersteller vorhalten. Das fordert entsprechende Flächen. Darüber hinaus bietet Eigentum langfristig wirtschaftliche Vorteile. Wir sind unabhängig von Vermietern und konnten die Räumlichkeiten exakt an unsere Bedürfnisse anpassen.
Redaktion: Warum fiel Ihre Wahl auf FREYLER als Baupartner?
Sören Lamprecht: Zunächst standen wir mit anderen Anbietern in Kontakt, die jedoch nur Teilbereiche, wie entweder Planung oder Umsetzung abgedeckt hätten. FREYLER wurde uns aufgrund seiner ganzheitlichen Herangehensweise empfohlen – und genau das hat uns überzeugt. Wir haben ein Komplettpaket erhalten das die Planung, Bauanträge, Behördenabwicklung, Umsetzung und zentraler Koordination aller Gewerke beinhaltet. Das war für uns ideal, denn wir hatten keine Bau-Erfahrung mit Industriehallen und konnten uns weiterhin aufs Tagesgeschäft konzentrieren. Wir haben zunächst unsere Betriebsabläufe erläutert und unsere Vorstellungen eingebracht. Gemeinsam wurde dann geprüft, was für uns konkret sinnvoll ist und welche Optionen wir nutzen sollten – oder auch nicht. Hier hat uns FREYLER mit seiner Erfahrung sehr geholfen, sie haben Ansätze auch kritisch hinterfragt und wertvolle Impulse gegeben. So ist am Ende ein wirklich praxistaugliches Gebäude entstanden, das optimal auf unsere Prozesse und Strukturen abgestimmt ist.
Redaktion: Welche funktionalen und gestalterischen Kriterien waren Ihnen besonders wichtig?
Sören Lamprecht: Ziel war es, Büro, Werkstatt und Lager an einem Standort zu vereinen und kurze Wege zu schaffen. Gleichzeitig wollten wir den Teamgeist stärken, etwa mit gemeinsamen Aufenthaltsbereichen. Funktionalität spielte ebenfalls eine große Rolle: Kleinteilelager, Übergabestation und Werkstätten greifen nahtlos ineinander, ebenso die Bereiche für Sandstrahlen, Lackieren und Reinigung. Im Lager wird die Fläche durch eine passgenaue Planung mit dem Schwerlastregalsystem optimal genutzt. Für die Bürobereiche hat FREYLER unter anderem eine zusätzliche Teeküche empfohlen, wofür wir im Nachhinein sehr dankbar sind. Auch die Akustikdecken haben sich als sinnvoll erwiesen. Insgesamt ist eine offene, freundliche Arbeitsumgebung entstanden. Die Visualisierungen in der Planungsphase waren dabei eine große Hilfe.
Redaktion: Ihr Unternehmen leistet einen großen Beitrag zu Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Welche Rolle spielte Nachhaltigkeit bei Ihrem Neubau?
Sören Lamprecht: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz waren zentrale Aspekte. Wir nutzen aufgrund der Gebäudegröße eine leistungsstarke 40 kW Wärmepumpe in Kombination mit einem Gasbrennwertgerät als Hybridlösung. Halle und Büro sind mit Fußbodenheizungen ausgestattet, was den effizienten Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen ermöglicht. Im Sommer können wir das Bürogebäude auch über die Wärmepumpe kühlen. Ergänzt wird dies durch gute Außenwanddämmung und dreifachverglaste Fenster. Eine Photovoltaik-Anlage ist bereits in Planung. Auch bei der betriebstechnischen Ausstattung setzen wir auf Nachhaltigkeit und verwenden unter anderem gebrauchte Kompressoren, Gabelstapler und Regalsysteme.
Redaktion: Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit FREYLER erlebt?
Sören Lamprecht: Die Zusammenarbeit mit FREYLER war durchweg strukturiert und transparent. Wir wurden kontinuierlich über den Baufortschritt informiert und hatten regelmäßige Abstimmungstermine – vor Ort oder via Videokonferenz. Nach jedem Termin haben wir ein Protokoll mit den nächsten Schritten erhalten, sodass jederzeit klar war, wo unsere Mitwirkung gefragt ist. Selbst spontane Änderungswünsche während der Bauphase hat FREYLER umgesetzt, ohne den Zeitplan zu gefährden. Diese Flexibilität kombiniert mit der verlässlichen Umsetzung hat uns gefallen. Rückblickend würden wir den Weg jederzeit wieder so gehen.
Redaktion: Gab es ein besonderes Erlebnis während der Bauphase?
Sören Lamprecht: Positiv in Erinnerung bleibt die insgesamt sehr reibungslose Bauphase, ohne Scherereien im Nachgang. Natürlich gab es Herausforderungen, entscheidend war jedoch der professionelle Umgang damit. Wir haben uns jederzeit sehr gut aufgehoben gefühlt. Ein Highlight war, dass wir schon im Sommer 2024 unser Lager beziehen konnten – früher als ursprünglich abzusehen war. FREYLER hat hier großen Einsatz gezeigt und diesen frühzeitigen Umzug ermöglicht.
Redaktion: Würden Sie FREYLER weiterempfehlen?
Sören Lamprecht: Ja, auf jeden Fall. Die professionelle Abwicklung, klare Kommunikation und das passgenaue Ergebnis haben uns überzeugt. Man spürt die jahrzehntelange Erfahrung, mit der FREYLER die Planung und Umsetzung angeht. Dank der strukturierten Arbeitsweise wurden unsere Anforderungen punktgenau und praxisnah umgesetzt. Gleichzeitig konnten wir uns auf unser Tagesgeschäft konzentrieren, da alle organisatorischen Aufgaben übernommen wurden. Und auch menschlich war die Zusammenarbeit sehr angenehm – auf Augenhöhe und partnerschaftlich. Wir stehen bis heute in gutem Kontakt mit dem Team in Riesa.
Redaktion: Vielen Dank für den Einblick in Ihr Unternehmen und die Bauzeit mit FREYLER. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und viele Kunden, die auf gebrauchte Lösungen als nachhaltige Alternative setzen.